Gastaufnahmebedingungen (GAB) gemäß dem Gastgeberverzeichnis der Touristinformation Reichenau, modifiziert und ergänzt von Dr. Florian Fuchs für den Geltungsbereich des Hauses Burgstr. 7, 78479 Reichenau – Ferienwohnungen

 

1.            Stellung der Tourist-Information Insel Reichenau, Geltungsbereich dieser Gastaufnahmebedingungen

1.1.        Die Tourist-Information Insel Reichenau, im Folgenden TIR genannt, ist ausschließlich Herausgeber des Gastgeberverzeichnisses und Betreiber der Internetplattform, auf der die Unterkünfte angeboten werden. Sie hat nicht die Stellung eines Vermittlers, sondern weist auf Anfrage lediglich Buchungsmöglichkeiten nach aktueller Verfügbarkeit der Unterkünfte nach.

1.2.        Die TIR haftet nicht für die Angaben des Gastgebers zu Preisen und Leistungen.

1.3.        Den Gastgebern bleibt es vorbehalten, mit dem Gast andere als die vorliegenden Gastaufnahmebedingungen zu vereinbaren, bzw. individuelle und von diesen Gastaufnahmebedingungen abweichende Vereinbarungen zu treffen.

2.            Vertragsschluss

2.1.        Mit der Buchung bietet der Gast dem Gastgeber den Abschluss des Gastaufnahmevertrages verbindlich an. Grundlage dieses Angebots sind die Beschreibung der Unterkunft und ergänzenden Informationen wie Klassifizierungserläuterungen, soweit diese dem Gast bei der Buchung vorliegen. Soweit nichts anderes vereinbart wurde, ist der Gast an seine Buchung (sein Vertragsangebot) 5 Werktage gebunden.

2.2.        Die Buchung des Gastes kann auf allen vom Gastgeber angebotenen Buchungswegen, also mündlich, schriftlich, telefonisch, per Telefax oder auf elektronischem Weg (E-Mail, Internet) erfolgen. Bei elektronischen Buchungen wird dem Gast der Eingang der Buchung im Regelfall unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt.

Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Buchungsbestätigung des Gastgebers zustande. Die Annahmeerklärung bedarf keiner bestimmten Form, so dass auch mündliche und telefonische Bestätigungen für den Gast und den Gastgeber rechtsverbindlich sind.

2.4.        Angaben in Hotelführern und ähnlichen Verzeichnissen, die nicht von der TIR oder dem Gastgeber herausgegeben werden, sind für den Gastgeber und dessen Leistungspflicht nicht verbindlich, soweit sie nicht durch ausdrückliche Vereinbarung mit dem Gast zum Inhalt der Leistungspflicht des Gastgebers gemacht wurden.

2.5.        Bei der Buchung durch Vereine,Verbände, Firmen, Behörden und Institutionen ist Auftraggeber, Vertragspartner des Gastaufnahmevertrages und Zahlungspflichtiger ausschließlich diese/dieser, nicht der einzelne Teilnehmer, soweit nicht etwas anderes mit dem Gastgeber vereinbart wird.

3.            Zahlung

3.1.        Mit Vertragsabschluss wird eine Anzahlung vereinbart. Sie beträgt 20 % des Gesamtpreises der Unterkunftsleistung und gebuchter Zusatzleistungen.

3.2.        Die Fälligkeit von Anzahlung und Restzahlung richtet sich nach der in der Buchungsbestätigung vermerkten Regelung.  Danach ist die Anzahlung innerhalb einer Woche zur Zahlung fällig. Der Gesamtbetrag  muß bei Überweisung spätestens 3 Tage vor dem vereinbarten Anreisetag auf dem Konto des Gastgebers gutgeschrieben sein. Bei kurzfristiger Buchung kann der Gastgeber auf eine Anzahlung verzichten. In diesen Fällen ist der Gesamtbetrag spätestens bei Ankunft zu entrichten.

3.3.        EC- und Maestrokarten sowie die Kredit-/Debitkarten von Visa und Mastercard  werden akzeptiert, ebenso Barzahlungen in Schweizer Franken. Andere Fremdwährungen oder Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Leistungen, die nachträglich in Anspruch genommen werden, werden spätestens am Abreisetag in Rechnung gestellt. Zahlungen am Aufenthaltsende sind nicht durch Überweisung möglich.

3.4.        Erfolgt durch den Gast eine vereinbarte Anzahlung oder Restzahlung trotz Mahnung des Gastgebers mit Fristsetzung nicht oder nicht vollständig, so ist der Gastgeber, soweit er selbst zur Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist und soweit kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Gastes besteht, berechtigt, vom Vertrag mit dem Gast zurückzutreten und diesen mit Rücktrittskosten gemäß Ziff. 4 dieser Bedingungen zu belasten.

4. Rücktritt und Nichtanreise

4.1.        Im Falle des Rücktritts bleibt der Anspruch des Gastgebers auf Bezahlung des vereinbarten Aufenthaltspreises ggf. einschließlich des Verpflegungsanteils und der Entgelte für Zusatzleistungen, bestehen.

4.2.        Der Gastgeber hat sich im Rahmen seines gewöhnlichen Geschäftsbetriebs, ohne Verpflichtung zu besonderen Anstrengungen und unter Berücksichtigung des besonderen Charakters der gebuchten Unterkunft (z.B. Nichtraucherzimmer, Familienzimmer) um eine anderweitige Verwendung der Unterkunft zu bemühen.

4.3.        Der Gastgeber hat sich eine anderweitige Belegung und, soweit diese nicht möglich ist, ersparte Aufwendungen anrechnen zu lassen.

4.4.        Nach den von der Rechtsprechung anerkannten Prozentsätzen für die Bemessung ersparter Aufwendungen, hat der Gast an den Gastgeber die folgenden Beträge zu bezahlen, jeweils bezogen auf den gesamten Preis der Unterkunftsleistungen (einschließlich aller Nebenkosten), jedoch ohne Berücksichtigung der Kurtaxe:

             Bei Ferienwohnungen/Unterkünften ohne Verpflegung   90%

             Bei Übernachtung/Frühstück  80%

             Bei Halbpension  70%

             Bei Vollpension                  60%

4.5.        Dem Gast bleibt es vorbehalten, dem Gastgeber nachzuweisen, dass seine ersparten Aufwendungen wesentlich höher sind, als die vorstehend berücksichtigten Abzüge, bzw. dass eine anderweitige Verwendung der Unterkunftsleistungen oder sonstigen Leistungen stattgefunden hat. Im Falle eines solchen Nachweises ist der Gast nur verpflichtet, den entsprechend geringeren Betrag zu bezahlen.

4.6.        Der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung wird dringend empfohlen.

4.7.        Die Rücktrittserklärung ist ausschließlich an den Gastgeber zu richten und sollte im Interesse des Gastes schriftlich erfolgen.

5.            Pflichten des Kunden, Mitnahme von Tieren, Kündigung durch den Gastgeber

5.1.        Der Gast ist verpflichtet, auftretende Mängel und Störungen unverzüglich dem Gastgeber anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen. Eine Mängelanzeige, die nur gegenüber der TIR erfolgt, ist nicht ausreichend. Unterbleibt die Mängelanzeige schuldhaft, können Ansprüche des Gastes ganz oder teilweise entfallen.

5.2.        Der Gast kann den Vertrag nur bei erheblichen Mängeln oder Störungen kündigen. Er hat zuvor dem Gastgeber im Rahmen der Mängelanzeige eine angemessene Frist zur Abhilfe zu setzen, es sei denn, dass die Abhilfe unmöglich ist, vom Gastgeber verweigert wird oder die sofortige Kündigung durch ein besonderes, dem Gastgeber erkennbares Interesse des Gastes sachlich gerechtfertigt ist oder aus solchen Gründen dem Gast die Fortsetzung des Aufenthalts objektiv unzumutbar ist.

5.3.        Für die Mitnahme von Haustieren gilt:

a)            Eine Mitnahme und Unterbringung von Haustieren in der Unterkunft ist nur im Falle einer ausdrücklichen diesbezüglichen Vereinbarung zulässig.

b)           Der Gast ist im Rahmen solcher Vereinbarungen zu wahrheitsgemäßen Angaben über Art und Größe verpflichtet.

c)            Verstöße hiergegen können den Gastgeber zur außerordentlichen Kündigung des Gastaufnahmevertrags berechtigen.

d)           Eine unangekündigte Mitführung von Haustieren oder unkorrekte Angaben zu Art und Größe berechtigen den Gastgeber zur Verweigerung des Bezugs der Unterkunft, zur Kündigung des Gastaufnahmevertrags und zur Berechnung von Rücktrittskosten nach Ziff. 4 dieser Bedingungen.

6.            Haftungsbeschränkung

6.1          Der Gastgeber haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die während des Aufenthalts für den Gast erkennbar als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen usw.). Entsprechendes gilt für Fremdleistungen, die bereits zusammen mit der Buchung der Unterkunft vermittelt werden, soweit diese in der Ausschreibung, bzw. der Buchungsbestätigung ausdrücklich als Fremdleistungen gekennzeichnet sind.

6.2          Besonderheiten historischer  Gebäude                                                                                                            

Das Haus Burgstr. 7 steht unter Denkmalschutz. Mit Unterzeichung der Gastaufnahmebedingungen akzeptiert der Gast eventuelle durch die historische Bausubstanz bedingte typische Beeinträchtigungen, wie z. B. Stolpergefahr durch Türschwellen, Rutschgefahr auf Holztreppen oder die Nicht-Einhaltung von DIN-Normen bei der Schall- und Wärmedämmung, und erklärt seinen Verzicht auf mögliche hierdurch begründete Minderungsansprüche.

7.            Verjährung

7.1.        Vertragliche Ansprüche des Gastes gegenüber dem Gastgeber aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit einschließlich vertraglicher Ansprüche auf Schmerzensgeld, die auf deren fahrlässiger Pflichtverletzung oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, verjähren in drei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Gastgebers oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung von dessen gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

7.2.        Alle übrigen vertraglichen Ansprüche verjähren nach einem Jahr.

7.3.        Die Verjährung nach den vorstehenden Bestimmungen beginnt jeweils mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist

7.4.        Schweben zwischen dem Gast und dem Gastgeber Verhandlungen über geltend gemachte Ansprüche oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Gast oder der Gastgeber die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die vorbezeichnete Verjährungsfrist von einem Jahr tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

8. Rechtswahl und Gerichtsstand

8.1.        Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Gast und dem Gastgeber findet bei Verträgen mit Gastgebern in Deutschland ausschließlich deutsches Recht, bei Verträgen mit Gastgebern in der Schweiz ausschließlich Schweizer Recht, Anwendung. Entsprechendes gilt für das sonstige Rechtsverhältnis.

8.2.        Der Gast kann den Gastgeber nur an dessen Sitz verklagen.

8.3.        Für Klagen des Gastgebers gegen den Gast ist der Wohnsitz des Gastes maßgebend. Für Klagen gegen Gäste, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die Ihren Wohn-/Geschäftssitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort nicht in dem Land haben, in dem die Unterkunft gelegen ist oder deren Wohn-/Geschäftssitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Gastgebers vereinbart.

8.4.        Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht, wenn auf den Vertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen der Europäischen Union oder andere internationale Bestimmungen anwendbar sind.

 

 

 

Der ursprünglliche Text  ist, soweit er wörtlich dem Gastgeberverzeichnis entspricht, in Standardschrift wiedergegeben, die modifizierten und ergänzten Passagen sind kursiv gedruckt.

© Urheberrechtlich geschützt; RA Noll, Stuttgart, 2004-2013